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Musik für Latein-Tänze

 

Gemeint sind hier die standardisierten Latein-Tänze. Anfangs waren sie eine Ergänzung der Standardtänze, in den 60er Jahren etablierten sie sich als Parallele zur Standard-Sektion. In dieser Zeit wurden die Tänze Samba, Cha Cha, Rumba und Paso-Doble in ihrer Form festgeschrieben, später kam noch Jive hinzu. Zu fast allen Tänzen existiert in den Ursprungsländern noch eine freie, nicht standardisierte Form, die in Europa allerdings zur Bedeutungslosigkeit verkommen ist. Einzig Tango (als europäischer Standardtanz und als argentinische Grundform) und mit Abstrichen Samba (europäische und brasilianische Variante) haben auch hierzulande Anhänger beider Varianten. Vom Jive wird auch noch ein Vorgänger (Boogie) getanzt. Lateinamerikanische Rhythmen finden sich auch heute in aktueller Musik wieder. Einige Musikbeispiele unterschiedlicher Epochen sollen die Entwicklung der Musik zeigen:

 

Beispiel Samba:

Seit 1959 gehört Samba zum Turnierprogramm der Lateintänze. Vorher gab es in Deutschland Schlager im Samba-Rhythmus (hier ein Plakat von Ay, Ay, Ay Maria und eine musikalische Version von René Carol von 1950). Die Tanzmusik wurde dann von den gleichen Tanzorchestern gespielt wie die Standardtänze, auch wenn die Zusammensetzung der Orchester nur schwierig Latin-Feeling erzeugen konnten. Eines der wichtigsten deutschen Tanzorchester war damals das von Hugo Strasser. Als Beispiel dient hier der Titel "Brazil" aus dem Jahr 1982. Auch durch die technische Entwicklung und die damit verbundenen Studio-Tanzorchester machten die Aufnahmen nicht authentischer. Als Beispiel dient hier das niederländische Dancelife Studio Orchestra mit dem Titel "Cuban Pete" (1995). Ähnlich wie im Bereich der Standardtänze bedient sich die Latein-Musik heute bei Original-Aufnahmen aus unterschiedlichen lateinamerikanischen Ländern, z.B. Marcela Morelo aus Argentinien mit dem Titel "Sin un beso" (2003). Auch die Produktionen, die von vornherein für Tänzer produziert werden, klingen mittlerweile typisch. Als Beispiel hierfür: Dancing Latino mit "El Humahuaqueno" von 2003.

 

Beispiel Cha Cha:

Mitte der 50er Jahre kam der Cha Cha nach Deutschland und wurde direkt Modetanz. Er entstand aus dem Mambo - hören Sie ein Mambo von Perez Prado "Guaglione" aus dem Jahr 1958. Der Mambo wurde immer langsamer gespielt (Slow Mambo), so dass man Zusatz-Schritte dazunahm. So wurde aus Mambo erst Triple-Mambo (Beispiel Machito mit "Feeding The Chickens" aus dem Jahr 1952) und dann Cha Cha (hier Xavier Cugat mit "Sweet And Gentle" von 1954). Bis in die heutige Zeit war und ist Cha Cha der Tanz, der stets aktuelle Einflüsse aus der Popmusik aufnahm. In den 60er Jahren gab es Cha Chas mit Beat-Charakter, später Cha Chas, die nach Disco-Musik klangen (Beispiel Dusty Springfield mit "In Private" aus dem Jahr 1989). Heute gibt es Cha Chas, die z.B. mit Hip Hop oder Salsa vermischt sind.

 

Weitere Musikbeispiele

Hier finden Sie nun Beispiele für alle Lateintänze, die bei uns gern gespielt und gehört werden:

Samba  
  Intuit O Preguicoso (Versao Acustico)
  The Mavericks La Mucara
  Michael Chacon El Puente
  Raúl Sueno Su Boca
  Agua Loco Gambajillo
  Jaci Velásquez Con Tu Amor
  Missiego Lola
Cha Cha  
  Machito Ponce Ponte a bricar
  Missiego Yolanda
  Michael Chacon La Banana
  E-Type Banca Banca
  John Lee Hooker The Healer
Rumba  
  Midon Que Quieres tu de mi
  Kenny G feat. Chante Moore One More Time
  Mayela Estrada Me Voy
  Diego Torres Penélope
  Dulce Una aventura mas
  Shania Twain Don't
Jive  
  Indigo Swing Another Day In L.A.
  Bill Wyman's Rhythm Kings Boogie Woogie All Night Long
  Mango Groove Shake
  Eli Goulart Hafanana
  Big Bad Voodoo Daddy What's Next

 

Unsere CD-Empfehlung

Casa Musica presents Vol. 1, 3, 5, 7, .... (alle ungeraden Nummern)   Die Latein-CDs dieser Serie haben alle eigenen Namen (Fiesta For Two, More Fiesta For Two, ..., Afro Cubano, Latin Boogalu, Miami Latin, Vivo Latino)
Casa Musica presents   The Latin Mix Vol. 1, 2, 3
Latin Unlimited   Agua de Coco, Café Paradiso, Calor Latino, Havana Nights, Latino Contigo, Macumba, Pais Tropical
Versch.   Cuban Beats, La musica del caribe

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